Aus 2D wird 3D - Selfie in 3D erstellen

Zeichnung eines dreidimensionalen Gesichts
Bildquelle: kopf-drahtmodell-gesicht-linien-663997 / pixabay.com/de/kopf-drahtmodell-gesicht-linien-663997 / geralt / CC0

Dreidimensionale Abbilder von sich selbst zu besitzen ist nicht nur der Traum von vielen Computerspieler_innen. Dreidimensionale Abbilder könnten für viele Bereiche interessant werden. So könnte man etwa Dinge, die man im Internet kaufen möchte, gleich am eigenen Avatar probieren und so sehen, ob sie den eigenen Vorstellungen gerecht werden. Aber wie weit ist die Entwicklung in diese Richtung wirklich bereits fortgeschritten?

Ausgangslage

Bisher waren für die Erzeugung von dreidimensionalen Bildern immer mehrere zweidimensionale Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven notwendig, aus denen dann das dreidimensionale Bild erzeugt wurde, was recht aufwändig war. Dazu kamen dann oft noch Probleme mit unterschiedlichen Belichtungen, Perspektiven und dergleichen mehr.

Neuer Ansatz

Forschern der Universität von Nottingham und der Kingston Universität ist es jetzt gelungen mittels künstlicher Intelligenz aus einem normalen Bild ein dreidimensionales Abbild zu erschaffen. Dazu haben sie ein neuronales Netz programmiert, das dann mit Hilfe einiger Probescans trainiert wurde.

Ergebnis

Herausgekommen ist ein Algorithmus, der innerhalb kürzester Zeit aus einem zweidimensionalen Bild ein dreidimensionales Abbild erzeugt. Wer sich selbst von der Qualität überzeugen will, kann sich hier in der frei zugänglichen Demoversion entweder mittels eines der zur Verfügung gestellten Beispielbilder oder auch anhand eines eigenen Bildes, welches natürlich vorher hochgeladen werden muss, selbst ein Bild machen.

Beispiele

Ich wollte natürlich auch wissen wie gut das Ganze funktioniert und so habe ich 2 Bilder hochgeladen um mir selbst ein Bild machen zu können, was die Demoversion wohl daraus machen würde. Die Ergebnisse möchte ich natürlich niemandem vorenthalten, wobei anzumerken ist, dass die erstellten dreideimensionalen Bilder normalerweise noch drehbar wären und im Format .obj speicherbar sind. Da für die Betrachtung der Ergebnisse dann ein entsprechendes Programm notwendig wäre, habe ich einfach einen Screenshot der Ergebnisse angefertigt, der naturgemäß nicht so perfekt ist wie das Original, aber doch einen gewissen Eindruck vermittelt.

Beispiel 1

  • Original:

Portraitbild einer Frau

(Quelle: mädchen-porträt-frau-schönheit-2650375 / pixabay.com/de/m%C3%A4dchen-portr%C3%A4t-frau-sch%C3%B6nheit-2650375 / Jerzy Gorecki / CC0)

  • 3D - Version:

(Bearbeitung 1 / Gerald Perfler /  CC BY-NC-SA 3.0 AT)

Beispiel 2

  • Original:

Portraitbild eines Mannes

(Quelle: porträt-mann-mann-porträt-person-2644622 / pixabay.com/de/portr%C3%A4t-mann-mann-portr%C3%A4t-person-2644622 / danieldewit43 / CC0)

  • 3D-Version:

(Bearbeitung 2 / Gerald Perfler /  CC BY-NC-SA 3.0 AT)

Fazit

Die Ergebnisse, die der Algorithmus bereits in der Demoversion liefert, sind aus meiner Sicht recht ansprechend. Wobei als Vorlage nach wie vor ein Foto notwendig ist, auf dem das Gesicht der betreffenden Person frontal zu sehen ist, und die Erstellung eines dreidimesionalen Abbildes bisher nur vom Gesicht möglich ist. Dennoch scheint der Ansatz vielversprechend zu sein, da nur mehr ein Bild notwendig ist und nicht mehr mehrere aus unterschiedlichen Persktiven. Jetzt bleibt nur mehr die Erweiterung des Verfahrens auf den gesamten Körper und die Erstellung eines eigenen dreidiemsionalen Abbildes rückt wieder um einiges näher.

 

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Bildquelle: 
kopf-drahtmodell-gesicht-linien-663997 / pixabay.com/de/kopf-drahtmodell-gesicht-linien-663997 / geralt / CC0

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