Ausstellung: Cranach natürlich. Hieronymus in der Wildnis

Bildquelle: tiroler-landesmuseen.at

Museumspädagogisches Angebot in der Ausstellung
CRANACH NATÜRLICH. HIERONYMUS IN DER WILDNIS
2. März – 7. Oktober 2018

DAS RÄTSELBILD DES HIERONYMUS / 5. BIS 9. SCHULSTUFE
Waldtiere, Pflanzen und Fabelwesen umgeben den Heiligen Hieronymus von Lucas Cranach d. Ä. Erstaunlich präzise hielt sich der Künstler an die Naturvorgabe. In der Ausstellung wird das Hieronymusbild umgeben von echten Pflanzen- und Tierpräparaten, Kräuterbüchern und Tierstudien präsentiert. Die SchülerInnen entschlüsseln das Gemälde spielerisch wie ein Bilderrätsel. Ausgehend von den abgebildeten Pflanzen und Tieren erforschen sie deren naturwissenschaftliche und symbolische Bedeutungen. In einer kreativen Auseinandersetzung arbeiten die SchülerInnen mit Frottage- oder Drucktechnik und Naturmaterialien auf Papier.

EIN BILD SEINER ZEIT / 10 BIS 13. SCHULSTUFE
Der Hl. Hieronymus war in der Renaissance eine umstrittene Figur. Seine bis dahin gültige Bibelübersetzung wurde vom Reformator Martin Luther abgelehnt. Warum malte Lucas Cranach d. Ä., der mit Luther befreundet und sein Porträtist war, Hieronymus nach alten Glaubensvorstellungen und woran ist das erkennbar? Ausgehend von dieser Fragestellung erfahren die SchülerInnen die Geisteshaltung der beginnenden Neuzeit. Sie lernen Cranach als Naturmaler und damit als modernen Vertreter seiner Zeit kennen. Als Betreiber einer Apotheke und einer großen Malwerkstatt beschäftigte er sich mit tierischen und pflanzlichen Extrakten, kannte derer Aussehen und Wirkungen. Und doch ist dem Bild abzulesen, dass die religiöse Natursymbolik des Mittelalters eine große Nachwirkung besitzt.

PREVIEW FÜR PÄDAGOGiNNEN
Donnerstag, 1. März, 16.30 Uhr, Eintritt frei, ohne Anmeldung.
Führung durch die Ausstellung und Vorstellung des museumspädagogischen Angebotes

INFO + ANMELDUNG
Kosten: € 2 pro SchülerIn, Gruppenteilung ab 16 SchülerInnen
T 0512/594 89 - 111 oder anmeldung@tiroler-landesmuseen.at
tiroler-landesmuseen.at

Bildquelle: 
tiroler-landesmuseen.at

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