Bursch und Mädl

Bursch und Mädl
Bildquelle: https://pixabay.com/de/jugend-aktiv-sprung-gl%C3%BCcklich-570881/ - CC0 Creative Commons

"Kleine Jungen, die sind schmutzig.
Kleine Jungen, die sind wild.
Kleine Mädchen sind so putzig,
immer zärtlich, immer mild.

Kleine Mädchen tragen Kleidchen,
sie sind brav und stets adrett.
Mögen Rüschen, Blümchen, Schleifchen,
machen jeden Tag ihr Bett.
 
Kleine Jungen spielen Streiche
und sie wühl'n auch gern' im Schlamm.
All Kinder tun das gleiche,
leider nur schon viel zu lang.
 
Dieses Bild, ja das hält prächtig
Jungs und Mädchen in der Form.
Und doch freu' ich mich stets mächtig
entspricht ein Kind mal nicht der Norm."
 
Zitat aus: Gedichte.com
Autor: Mondvogel
 
Was lange Zeit als richtige Erziehung galt, wurde im westlichen Kulturkreis mit der 68er-Bewegung radikal über Bord geworfen. Althergebrachte, geschlechterspezifische Rollenerwartungen sind bewusst durchbrochen worden, denn nach der Überzeugung der 68er-Generation sei das Geschlecht ein rein soziales Konstrukt und könne beliebig gestaltet werden. Die Kinder der "68er" (Hippiegeneration) erfuhren eine liberale antiautoritäre Erziehung (vgl. Summerhill-Schulen). Das Geschlecht als Kategorie sozialer Differenzierung verbunden mit geschlechterspezifischen Erwartungen rückte in den Hintergrund.
 
Ab den 1990er Jahren begann dann bedingt durch die voranschreitende Hirnforschung ein Umdenken. Sozialisation und Erziehung orientierten sich wieder mehr an den von Natur aus festgelegten Geschlechtermerkmalen.
 
Und heute? Bestimmte Vorstellungen von Geschlechterrollen sind schon lange nicht mehr für jeden die gleichen. Was in unserer Großvätergeneration als richtig erachtet wurde (der Mann = Ernährer der Familie und Vorstand des Hauses, die Frau = Mutter und Hausfrau), gilt schon längst nicht mehr für alle. 
 
 
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