Collect Earth - (Ver)änderungen der Erdoberfläche analysieren

Logo von Collect Earth
Bildquelle: Logo von Collect Earth / openforis.org/tools/collect-earth.html / Screenshot by Gerald Perfler

 

Heutzutage bleibt (fast) nichts geheim. Schon gar nicht, wenn es sich um Änderungen in der Landschaftsnutzung handelt - Satellitenbildern sei Dank. Durch entsprechende Auswertung von Satellitenbildern kann nämlich vieles aufgedeckt und erforscht werden. Vorausgesetzt man hat die richtigen Werkzeuge dafür. Ein solches Werkzeug wäre Collect Earth.

 

 

 

 

Hintergrund

Vor dem Hintergrund eines sich anbahnenden Klimawandels ist es immer wichtiger, Veränderungen speziell im Bereich Landnutzung zu erfassen und zu analysieren. Aus diesem Grund hat die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) die Initiative Open Foris gestartet, um Staaten Mittel zur Verfügung zu stellen damit sie diese Aufgabe bewerkstelligen können.

Open Foris

Unter Open Foris werden mehrere Tools (Collect, Collect Mobile, Collect Earth, Calc und Geospatial ToolKit) zur Verfügung gestellt, die das Sammeln, Analysieren und Präsentieren von Daten aus dem Bereich Klima und Nutzung bzw. Veränderung der Erdoberfläche erleichtern sollen. Alle Tools sind dabei kostenlos und Open Source. Eines davon nämlich Collect Earth soll in weiterer Folge kurz vorgestellt werden.

Collect Earth

Collect Earth ist ein Zusatzprogramm für Google Earth, das es ermöglicht, Daten aus Google Earth zu sammeln und anschließend zu analysieren. Mit Collect Earth kann man somit u.a.:

  • die Korrektheit bestehender Karten überprüfen und bestätigen
  • sozioökonomische Daten erfassen
  • Änderungen in der Landnutzung beobachten (Abholzung, landwirtschaftliche Nutzung, Verstädterung)

Anforderungen

Für die Verwendung von Collect Earth sind sowohl die Software Google Earth (nicht die Browserversion sondern die ältere Desktop-Version) als auch einer der beiden Browser Mozilla Firefox oder Google Chrome notwendig. Die Software selbst läuft unter Windows, Mac OS und Linux.

Funktionsweise

Collect Earth basiert auf Google Earth, Bing Maps und Google Earth Engine, was bedeutet, dass die entsprechenden Karten auch von diesen Quellen stammen. Collect Earth erweitert nun Google Earth um einen zusätzlichen Menüpunkt (bei den temporären Orten), der es ermöglicht für festgelegte Bereiche verschiedene Daten (etwa welcher Art die Oberfläche ist - Grasland, Wald, etc.) einzugeben. Ein Klick in den Bereich öffnet bei Bedarf automatisch den gewählten Ausschnitt in Bing Maps und Google Earth Engine - jeweils in einem eigenen Browserfenster, falls man noch genauere Daten benötigt. Des Weiteren kann man durch das Tool SAIKU Analysis, das ebenfalls in Collect Earth enthalten ist, die Daten im Anschluss daran noch aufbereiten um einen besseren Überblick zu erhalten. Eine kurze Beschreibung von Collect Earth - allerdings in englischer Sprache  - bietet auch das folgende Video:

(Collect Earth - land monitoring through visual interpretation / youtube.com/watch?v=3cxyFXt15aM&feature=youtu.be / Food and Agriculture Organization of the United Nations)

Fazit

Wer auf der Suche nach einem Tool ist, mit dessen Hilfe man Änderungen in der Landnutzung nachvollziehen, dokumentieren oder auswerten kann, wird hier fündig werden. Durch das Zusammenspiel zwischen Google Earth sowie Bing Maps und der Google Earth Engine mit deren Timeline bzw. Timelapsefunktionen stehen Interessierten Werkzeuge zur Verfügung mit deren Hilfe sich viele Projekte umsetzen lassen. Von der Erforschung der Entwicklung der eigenen Hematgemeinde, bis hin zur Beobachtung und Auswertung der Veränderungen, die etwa mit dem Abholzen der Regenwälder und dem Anlegen von Plantagen zur Gewinnung von Palmöl einhergehen, ist da wirklich vieles möglich, sodass sich die Einarbeitung in Collect Earth durchaus lohnt.

 

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Logo von Collect Earth / openforis.org/tools/collect-earth.html / Screenshot by Gerald Perfler

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