Der Friedhof der Weltraumflugkörper

Wasserfläche mit Horizont im Hintergrund
Bildquelle: horizont-natur-ozean-im-freien-1850062 / pixabay.com/de/horizont-natur-ozean-im-freien-1850062 / Pexels / CC0

Lange Zeit bewegte sich die chinesische Raumstation Tiangong-1 unkontrolliert Richtung Erde, wobei bis zuletzt unklar war, wo genau sie in die Erdumlaufbahn eintreten wiüde. Durch die fehlende Kontrolle war somit natürlich auch nicht klar, wo genau die Trümmer der Raumstation letztendlich auf der Erde aufkommen würden. Das ungefähre Gebiet konnte man jedoch schon einige Zeit vorher bekannt geben. Aber wie sieht das Ganze bei kontrolliertem Verglühen in der Erdatmosphäre aus? Wo landen dann die übrig bleibenden Trümmer?

Point Nemo

Ein Areal, in dem Trümmerteile, die nach dem Verglühen von Weltraumobjekten in der Erdatmosphäre übrig bleiben, auf die Erde stürzen können, sollte sich nach Möglichkeit weit weg von jeglicher Zivilisation befinden. Aus diesem Grund hat man ein Gebiet in einem Ozean gesucht und sich letztendlich für jenes Gebiet entschieden, das den Namen Point Nemo trägt. Dieser Punkt liegt im Südpazifik und ist in etwa 2.700 Kilometer vom nächstgelegenen besiedelten Gebiet, den Pitcairninseln, entfernt. Das Areal erstreckt sich über eine Fläche von ca. 15.000 km2 und mittlerweile befinden sich hier bereits über 260 Flugkörper in den Tiefen des pazifischen Ozeans. In Point Nemo sollen auch die Überreste der Internationalen Raumstation ISS versinken, wenn diese dereinst außer Betrieb gestellt wird und sie kontrolliert in der Erdatmosphäre verglühen soll.

 

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