Die Börse - der Handel mit Aktien

Wall Street - New Yorker Börse
Bildquelle: bilderpool.at / Wolfgang Mehnert

Ich wurde allgemein gebildet, doch "Wirtschaft" wurde mir eigentlich an der Schule selten nahe gebracht, auch kaum im Elternhaus, das in konventionellen Wertvorstellungen dachte, auch was den Umgang mit Geld betrifft: "Keine Schulden machen - nur wenn nötig & Sparen". So bin ich in die Welt der Aktien nie vorgedrungen und den geringen Verdienst als junger Vater und Junglehrer musste ich in Miete und Grundversorgung legen. Da blieb nichts übrig für richtiges Anlegen, wenn die Miete 4000 Schillinge betrug und der Verdienst bei 7500 Ösen lag bei Frau und Kleinkind. Sondernotstand war gefragt über mehrere Jahre. Vielleicht hätte ich damals schon "Zocken" sollen, aber das habe ich lieber mit doppeldeutschen Karten beim "ladinisch Watten" getan. Das andere war mir zu riskant - wie auch und mit welchem Kapital? Ach ja, ich hätte ja Kredite aufnehmen können schon damals und mit meinem Beamtengehalt auf Lebzeiten absichern.

So bleibt diese Vermögenszuwachsquelle jenen weiterhin vorbehalten, die sich einfacher mit Rechnen tun und auch risikobereiter sind - und - vor allem etwas Kapital auf der Seite liegen haben und nicht gleich am Hungertuch nagen müssen, wenn doch etwas schieflaufen sollte.

"Seit 1531 gab es im belgischen Brügge ein Börsengebäude, und in einem Stadtplan aus dem 16. Jahrhundert war schon ein Platz namens „Byrsa Brugensis“ - Börse von Brügge - bezeichnet.

Seinerzeit wurde der überregionale Handel zunehmend reger. Damit verbundene Zahlungsschwierigkeiten ließen Wertpapiere bedeutsamer werden: Vor allem so genannte Wechsel - schriftliche Verpflichtungen eines Schuldners, dem Inhaber des Wechsels bei Vorlage oder zu einem gewissen Zeitpunkt eine bestimmte Summe zu zahlen - erleichterten die Abwicklung von Handelsgeschäften. Diese Schuldscheine waren nicht an eine Person gebunden und folglich übertragbar.

Kauf und Verkauf von Wechseln als Kern

Auf dieser Grundlage entstand allmählich ein Handel mit diesen Papieren. Kaufleute erkannten, dass der Kauf und Verkauf von Wechseln einfacher wird, wenn er an einem bestimmten Ort abgewickelt wird. So entstanden Wechselbörsen. Der Begriff Börse geht dabei auf das niederländische Wort „beurs“ (Geldbeutel) zurück. Dieser Begriff findet sich wieder im Namen der Brügger Kaufmanns-Familie van der Beurs, die drei Portemonnaies im Wappen führte und in deren Haus sich Geschäftsleute trafen, um den Wert von Gold- und Silbermünzen als Zahlungsmittel festzulegen.

Die erste Börse soll 1409 in Brügge, die zweite fünfzig Jahre später in Antwerpen eröffnet worden sein...." (Quelle: FAZ; 15.11.2014) 

Weiterführende Links (Bitte mit STRG+SHIFT+Mausklick öffnen):

Bildquelle: 
bilderpool.at / Wolfgang Mehnert

Suchen