Drive Drove Driven - Das Auto in der zeitgenössischen Fotokunst

Bildquelle: btv.at; © Josef Hoflehner Tail Fin, Manhattan Beach, California, 2014

Drive Drove Driven - Das Auto in der zeitgenössischen Fotokunst
7. Juni – 14. Juli 2018

Seit über 100 Jahren bestimmt das Auto das Alltagsleben vieler Menschen, und es gibt gleichzeitig wohl kaum einen Gegenstand, der so sehr polarisiert. Autos sind Fluch und Segen zugleich, Designwunder und Umweltkiller, Symbole für Flexibilität und Freiheit, Kultobjekte und geradezu erotische Statussymbole. All das wird von einer überaus innovativen Autoindustrie mit Werbebildern und -filmen befeuert sowie von einer einflussreichen Autolobby unterstützt.

Schon die Futuristen hatten Anfang des 20. Jahrhunderts bekanntlich die Geschwindigkeit des Autos zum ästhetischen Prinzip und zur Konstante der Moderne erklärt – und empfanden einen „Rennwagen schöner als die Nike von Samothrake“. In der modernen und zeitgenössischen Kunst war und ist das Auto immer wieder zentraler Bildgegenstand, etwa bei Andy Warhol und Arman, bei Sylvie Fleury und Gabriel Orozco; auch in den Filmklassikern „French Connection“ und „Bullitt“ sowie in vielen James-Bond-Abenteuern spielen schnelle Wagen eine tragende (Neben-)Rolle.

Auch zahlreiche internationale zeitgenössische Fotografen haben das Auto zum Thema gemacht und kongeniale Ikonen geschaffen. Die Ausstellung DRIVE DROVE DRIVEN – kuratiert von Matthias Harder für Omaha (Nebraska) und Berlin, adaptiert für das FO.KU.S. – zeigt mit völlig unterschiedlichen Einzelwerken oder Bildserien und verschiedenartigen künstlerischen Ansätzen ein vielschichtiges Gesellschaftsbild unserer automobilen Gegenwart, abseits vom Hochglanz der Werbefotografie. Wir werden konfrontiert mit Bildern von skurrilen Unfällen und scheinbar leeren Straßen, parkenden und verfallenden Autos, mit Oldtimer-Rallys, mit musealen Präsentationen und fotografischen Dekonstruktionen und gleich mehrfach mit dem sprichwörtlichen Unterwegssein im Auto. Die Ausstellung lässt in einem Kaleidoskop einen Abgesang auf unsere automobile Gegenwart genauso aufblitzen wie die noch immer weitverbreitete Faszination für einen Gegenstand, ein Ding, und sie thematisiert den Weg in eine zwar hoch technisierte, aber ungewisse mobile Zukunft.

Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 6. Juni 2018, 19.00 Uhr.
Zur Ausstellung sprechen: Matthias Harder, Kurator Helmut Newton Foundation, Berlin, und Barbara Psenner, Kuratorin FO.KU.S.

Bildquelle: 
btv.at; © Josef Hoflehner Tail Fin, Manhattan Beach, California, 2014

Suchen