Premiere von „Innsbruck liest #YOUTH"

Bildquelle: S. Kuess

Angelehnt an das Konzept von „Innsbruck liest“ (seit 13 Jahren werden 10.000 Bücher kostenlos an die Innsbrucker Bevölkerung verteilt) wurde vom Kulturamt der Stadt Innsbruck die Idee einer Jugendbuchaktion geboren. Die neue Initiative firmiert unter dem Titel „Innsbruck liest #YOUTH“.

Für die Premiere der Aktion wurde der Roman „Tomaten mögen keinen Regen“ der jungen österreichischen Autorin Sarah Michaela Orlovský ausgewählt. Im Anschluss an das gemeinsame Lesen besteht die Möglichkeit bis 23. Mai 2016 ein Klassenprojekt im Kulturamt einzureichen. Ab sofort wird das Buch in 36 Innsbrucker Schulen unter 13- bis 16-jährigen Jugendlichen (7. bis 10. Schulstufe) verteilt. Damit erhalten insgesamt 8.000 SchülerInnen einen altersgerechten Lesestoff.

„Wer liest, gewinnt“, ist die amtsführende Präsidentin des Landesschulrates und Bildungslandesrätin Dr.in Beate Palfrader überzeugt: „Lesen fördert die Sprachkompetenz und ist damit ein wesentlicher Baustein für den Lernerfolg. Bücher entführen uns aber auch in andere Welten, lassen uns spannende Abenteuer erleben und erweitern den Horizont. Ich freue mich, dass mit dieser Initiative die Lesekompetenz sowie die Kreativität und Fantasie der Schülerinnen und Schüler gefördert werden.“


Maria-Luise Mayr, Christoph W. Bauer, Natalie Pedevilla, BMin Christine Oppitz-Plörer, LRin Beate Palfrader, LSR-Direktor Reinhold Raffler, Markus Jäger und Patrizia Hueber (Metropol-Kino; v.l.) schmökerten bereits im Buch.

„Lesen ist eine Fertigkeit, die in unserer globalisierten, digitalisierten Welt ein Muss darstellt. Lesen ist aber auch viel mehr. „Innsbruck liest #YOUTH‘“ setzt gezielt ein Zeichen, damit Jugendliche an die Lust am Lesen und der komplexen Auseinandersetzung mit einem Thema herangeführt werden“, betont Innsbrucks Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer: „Innsbruck gibt dem Lesen und damit dem Zugang zu Wissen künftig noch mehr Raum. Per Gemeinderatsbeschluss vom 27. Jänner 2016 wurden die Weichen für die Übersiedlung der Innsbrucker Stadtbücherei in der Amraserstraße bis zum Jahr 2018 gestellt.“

„Spaß an Literatur zu vermitteln, gelingt dem Kulturamt der Stadt Innsbruck bereits seit Jahren mit der Aktion ‚Innsbruck liest‘. Nun holen wir auch die jungen Menschen ins Boot und bieten Ihnen die Möglichkeit sich in einen altersgerechten Text zu vertiefen“, freut sich Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr.

Ziele von „Innsbruck liest #Youth“

Die Literaturaktion für Jugendliche hat  zum Ziel, junge Menschen auf altersgerechte und zielgruppenorientierte Literatur neugierig zu machen und zum Lesen zu motivieren. Bei einer weiterführenden inhaltlichen Auseinandersetzung besteht mit der Durchführung eines Projektes (Bsp. Interviews, Theater, Gedichte etc.) die Möglichkeit, einen Award zu gewinnen. Damit wird ganz nebenbei ein weiteres Ziel erreicht: die Lesekompetenz wird gefördert.

Auswahlkriterien des Buches

Eine dreiköpfige Fachjury bestehend aus Regina Stolze-Witting (Vertreterin des Buchhandels), Markus Jäger (Bereich Jugendliteratur Stadtbücherei Innsbruck) und Reinhold Embacher (Lehrer und Landesreferent für Tirol des Österreichischen Buchclubs der Jugend) machte sich bereits im September 2015 auf die Suche nach einem gut lesbaren, literarisch wie pädagogisch anspruchsvollen Buch einer/s lebenden AutorIn aus dem deutschsprachigen Raum. Thematisch sollten der Text besonders für Jugendliche und junge Erwachsene interessant sein. Zudem sollte das Buch sowohl für den Literaturunterricht als auch als Freizeitlektüre geeignet sein.

Als formale Voraussetzungen musste der Text folgende drei Punkte erfüllen:

  • nur Prosa
  • Buchumfang 100 bis 250 Seiten
  • keine sexistische, rassistische, diskriminierende und respektlose Sprache bzw. Inhalte dieser Art

Alle SchülerInnen der betreffenden 331 Klassen erhalten in den nächsten Tagen ein Gratisexemplar des Romans inklusive Lesezeichen mit Informationen zum Projekt. Den 256 Lehrpersonen wird zusätzlich ein Informationsbrief mit allen notwendigen Kontaktadressen sowie ein Link mit einer Videobotschaft der Autorin zugesendet. Jetzt geht es ans Lesen und die Umsetzung einer Projektidee. Als Coach steht der Innsbrucker Literat Christoph W. Bauer den Schulklassen bei Bedarf zur Verfügung.

Als zusätzliche Motivation können Schulklassen, die ein Projekt einreichen, eine Lesung der Autorin besuchen. Sie kommt für sechs Lesungen im April nach Innsbruck und verwandelt die Säle im Metropol-Kino in einen Ort der Literatur.

Im Juni wählt die Autorin Sarah Michaela Orlovský das beste Klassen-Projekt aus und überreicht gemeinsam mit der Präsidentin des Landeschulrates für Tirol, Dr.in Palfrader, und Bürgermeisterin Mag.a Oppitz-Plörer den Award mit Urkunde. Für die Gewinnerklasse locken zusätzlich 1.500 Euro für die Klassenkasse, Metropol-Kinogutscheine sowie ein Jahr Gratis-Entlehnungen in der Stadtbücherei Innsbruck.

Quelle: Landeshauptstadt Innsbruck Referat „Bildende Kunst und Kulturprojekte“

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S. Kuess

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