Projekt "Denken lernen, Probleme lösen" (DLPL)

EIS VS Arzl
Bildquelle: Petra Eichler

Im Sinne der Digitalisierungsstrategie Schule 4.0 wurde das Projekt "Denken lernen – Probleme lösen (DLPL)" vom Bundesministerium für Bildung in Auftrag gegeben. Ziel ist es, die Nutzung von digitalen Medien in der Grundschule didaktisch begründet einzuführen und das informatische Denken zu stärken.
 
Informatisches oder algorithmisches Denken ist die Grundlage des Verstehens und Lösens zahlreicher Problemstellungen aus Alltag und Schule, sowie Wegbereiter für die Entwicklung eigener kreativer Ideen. Kombiniert mit spielerischen Methoden können eine hohe Motivation und nachhaltige Lernerträge bei Mädchen und Jungen gleichermaßen erzielt werden. 
 
Das Projekt „Denken lernen - Probleme lösen“ soll eine didaktisch begründete Einführung in die Nutzung und den Umgang mit digitalen Medien in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte des Problemlösens und des Umgangs mit neuartigen Aufgabenstellungen ermöglichen. Der spielerische Ansatz weckt die kindliche Neugier, ist anregend und stellt damit eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen dar. 
 
Das Erlernen des Programmierens erfolgt schrittweise vom Konkreten zum Abstrakten durch das Angreifen von Bauklötzen bis hin zum Programmieren am Tablet. Wichtige Kompetenzen, die unter anderem gefördert werden sind die Sozialkompetenz durch ständigen Austausch mit einem oder mehreren Partnern, Lesekompetenz durch Bearbeiten von Arbeitsaufträgen und Fragestellungen, mathematische Kompetenzen durch die Arbeit mit Programmierbefehlen, Förderung der Feinmotorik durch Bauen mit kleinen Bausteinen, uvm. 
 
Dieses Projekt widmet sich seit einiger Zeit auch der Etablierung von Education Innovation Studios (EIS) an den Pädagogischen Hochschulen in Österreich. 
 
Die Kernelemente sind die Entwicklung und Bereitstellung von Unterrichtsmaterial, dessen Erprobung und Weiterentwicklung gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Volksschulen, der Aufbau einer EIS-Community sowie die Aus- und Fortbildung für Lehrpersonen, Studierende, SchülerInnen, usw.
 
Am 8. September 2017 wurde das Innsbrucker EIS im Medienzentrum in der Hofburg in Anwesenheit von LSI Dr. Ingrid Handle, LSI Dr. Werner Mayr, FI Mag. Helmut Hammerl, VertreterInnen der PHT, des Tiroler Bildungsservice (TiBS), des Medienzentrums, der Universität Innsbruck, und vielen anderen Gästen eröffnet. 
 
In Tirol betreuen dieses Projekt die PH-MitarbeiterInnen und PädagogInnen Günter Nimmerfall, Petra Eichler, Jochen Reischl und Bernhard Schwarz mit tatkräftiger Unterstützung durch die MitarbeiterInnen des Tiroler Bildungsservice (TiBS) und FI Helmut Hammerl.
 
Ausgestattet mit Bee-Bots (Bienenrobotern), Lego WeDo-2.0-Sets, iPads mit entsprechenden Apps zum Programmieren, sowie zahlreichen didaktischen Materialien und anderen Hilfsmitteln zur Förderung digitaler Kompetenzen, fand gleich in der ersten Schulwoche Mitte September, mit den Ready2Go-Workshops für die ersten drei von 15 am Projekt beteiligten Clusterschulen, der Startschuss zum DLPL-Projekt in Tirol statt. 
 
Lehrpersonen, DirektorInnen und IT-KustodInnen der VS Arzl in Innsbruck, der VS Hall Unterer Stadtplatz und der VS Polling kamen dafür ins Medienzentrum und wurden im Umgang mit der für sieben Wochen leihweise zur Verfügung gestellten Ausrüstung geschult. Während der gesamten Dauer des Projektes besteht auch die Möglichkeit einen Experten der PH bei Bedarf zur Unterstützung an die Schule zu holen. 
 
Anfang November ist durch eine Finanzierung durch das Land Tirol das Equipment für zehn weitere interessierte Schulen dazu gekommen.
 
Quelle:
Petra Eichler
 
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Bildquelle: 
Petra Eichler

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