The Human Body in 3D - als App oder Web 2.0 PC-Applikation

Screenshotausschnitt der Startseite von biodigital.com
Bildquelle: Scrfeenshotausschnitt von https://www.biodigital.com/; 14.1.2016; Dieter Draxl

Ein/e jede/r Biologie-Lehrer_in sollte sich diese großartige Applikation wenigstens einmal ansehen, denn - zumindest meinem Empfinden nach - bringt sie all das auf den Monitor, was ich mir seit Jahren als Biologie-Lehrer wünsche, nämlich die Möglichkeit einer realistischen dreidimensionalen Darstellung des menschlichen Körpers aus allen Blickwinkeln. Natürlich ist nicht alles kostenlos perfekt, die Autoren haben auch ein Geschäftsmodell, wenn man sich zusätzliche Features erwünscht.

Tatsächlich ist (bislang) die Nutzung der wichtigsten Komponenten kostenlos, allerdings wird eine Registrierung (Sign Up) verlangt, die entweder über Google, Facebook oder Twitter erfolgen kann. Bei einer bestehenden Online-Verbindung nützt man dann alle kostenlosen Features zur Darstellung aller Organsystem im menschlichen Körper. Diverse Erkrankungen werden ebenso beschrieben wie andere Besonderheiten - mit einem Nachteil - die Arbeitssprache ist Englisch. In der Premium-Version können die jeweilig dargestellten Organe oder Organsysteme auch mit Beschriftungen versehen und als Bilder abgespeichert werden (Umgehung mit Screenshots möglich), ebenso können "Touren" durch den menschlichen Körper erstellt werden. Faszinierend ist vor allem die Möglichkeit, die verschiedenen Organsysteme ineinander zu setzen oder wegzuschalten, sie heranzuzoomen und in jede beliebige Richtung zu drehen, sodass man wirklich einen räumlichen Eindruck erhält.

An sich ist das alles ja nichts Neues, denn schon seit Windows 95 gab es Programme die Ähnliches anboten, allerdings mit Hardwarevoraussetzungen, die kaum erfüllbar waren, damit verbundenen elendslangen Wartezeiten und der Notwendigkeit einer lokalen Installation. Nun genügen eine Internetverbindung und ein entsprechender Rechner bzw. ein Mobilephone oder Tablet. 

Als App für Android und Apple ist diese Site ebenso für Schüler_innen kostenlos downloadbar (ca. 26 MB) und hat bei meinen Schüler_innen heute großes Erstaunen und Faszination hervorgerufen. Wie lange diese anhält ist wiederum eine andere Frage.

PS: Für Lehrer_innen ist die englische Arbeitssprache, verbunden mit lateinischen Fachausdrücken letztendlich kein Hindernis bei der Auswahl der Darstellungen. Das weiß ich nun aus eigener Erfahrung. Man muss nicht alles wortwörtlich verstehen. Wäre dies so, dann hätte ich nie ein in Englisch verfasstes Buch lesen können.

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Bildquelle: 
Scrfeenshotausschnitt von https://www.biodigital.com/; 14.1.2016; Dieter Draxl

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