Karlskirche Volders - das Juwel an der Autobahn

Karlskirche Volders
Bildquelle: Wikimedia Commons / Allie_Caulfield; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karlskirche_Volders.jpg

Vielleicht erinnern Sie sich noch so wie ich: in den 80er Jahren erreichten mich Spendenaufforderungen zur Renovierung der Karlskirche Volders. Ich war zu dieser Zeit Junglehrer in Innsbruck und kannte diese Kirche nicht.

Trotzdem spendete ich einen kleinen Betrag und so wie ich taten dies tausende andere heimatverbundene TirolerInnen und kulturinteressierte ÖsterreicherInnen. Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass ich einmal in unmittelbarer Nähe dieser schönen Kirche wohnen würde, die Altbischof Stecher einmal als das "Juwel an der Autobahn" bezeichnete.

Inzwischen weiß ich, mit welchem enormen Aufwand die damaligen OrganisatorInnen des Vereins "Rettet die Karlskirche" insgesamt 24 Mio Schilling (1,74 Mio €) an Spendengeldern in der Zeit von 1977 bis 1988 lukriert hatten. Details dazu lesen Sie weiter unten im Rückblick.

Zum Anlass der 350 Jahr Feier im Jahr 2004 hat der bekannte Historiker Mag. Anton Prock eine Webseite zur Karlskirche gestaltet (www.karlskirche-volders.tibs.at/) die auch einen eigenen interaktiven Schülerteil enthält.

Seit kurzem gibt es nun auch eine eigene Website des Vereins "Gemeinschaft Karlskirche Volders" unter der Adresse

www.karlskirche.tibs.at

Dort werden ab jetzt laufend die aktuellen Erhaltungsarbeiten dokumentiert. In nächster Zeit stehen wieder einige größere bzw. aufwändigere Arbeiten wie z. B. die Neuversiegelung des Marmorbodens an. Über den Menüpunkt "Spende" auf der neuen Website können auch Sie zur Erhaltung der Kirche beitragen. Im Namen des Vereins sage ich jetzt schon DANKE!

Robert Mader, MSc

Karlskirche

Ein kurzer Rückblick

Im Jahr 1977 wurde der Verein „Rettet die Karlskirche“ mit dem Ziel, die Kirche zu renovieren und den nachfolgenden Generationen zu erhalten, gegründet. Der damalige Prior Reinhold Bodner wurde unterstützt von Obmannstellvertreter Klaus Thurner, Schriftführer Mag. Franz Steinbacher, Kassier Max Harb und den beiden Organisationsleitern Rudolf Kammler und VD Johann Reinstadler.

Ein Konzept für die Spendenaufbringung wurde erstellt und in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt die nötigen Renovierungsmaßnahmen vereinbart. Zuerst erfolgte die Eindeckung des Daches mit Kupferblech und die Sanierung des Dachgestühls. Weiters wurde in diesem Zeitabschnitt eine neue Gruft erstellt.

Mit enormem Aufwand begann man mit der Trockenlegung der Fundamente und der Errichtung einer 40 Meter langen Stützmauer auf der Südseite der Kirche, damit das Hangwasser geordnet abgeleitet werden konnte. Die nächsten Schritte waren die Erneuerung der Fassade, die Renovierung des Turmes, die Restaurierung des Innenraumes, der Wände, Deckengemälde, der Beichtstühle, des Gestühls und der Gitter sowie die Erneuerung der Beleuchtung und des Fußbodens. Die bestehende Sakristei wurde abgerissen und auf den ursprünglichen Fundamenten neu errichtet. Am 19. September 1988 konnte dann die feierliche Einweihung der renovierten Kirche im Rahmen eines Festgottesdienstes begangen werden. In Summe hat der Verein in dieser Zeit knapp  31,5 Millionen Schilling (ca. 2,29 Millionen Euro) an Geldern für die Renovierung verwaltet. Ein Großteil davon, nämlich 24 Millionen Schilling (ca. 1,74 Millionen Euro) konnten über Spendengelder lukriert  werden.

Bildquelle: 
Wikimedia Commons / Allie_Caulfield; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karlskirche_Volders.jpg

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